Christian Günther: Blutspuren


Jenseits der Felder war das nächste Dorf fünf Kilometer entfernt – Wiegersen war vor einigen Monaten schon gefallen, kurz bevor sie hier den Wall verstärkt hatten. Eine streunende Horde hatte das Dorf nachts heimgesucht. Sie waren in Häuser und Scheunen eingedrungen und hatten die Bewohner gnadenlos angegriffen. Die meisten waren ihnen zum Opfer gefallen und fanden sich jetzt wahrscheinlich in den Reihen der Untoten wieder, während nur wenige sich in den Wald hatten flüchten können.

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© Christian Günther, Jahrgang 1974, lebt in der Nähe von Hamburg und arbeitet dort als selbständiger Grafiker und Web-Entwickler.

In seinen beiden ersten Romanen „under the black rainbow“ und „Rost“ sowie in zahlreichen Kurzgeschichten zeichnete er das Bild eines düster-futuristischen Norddeutschlands. Derzeit hat er sich der Fantasy zugewandt und entwickelt dort seine eigene Welt „Faar“.

Der erste Roman „Die Aschestadt“ erschien 2016 und wurde für die Longlist des Seraph 2017 nominiert.
www.cyberpunk.de
www.fantasypunk.de

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Philip Bösand, 1984 in München geboren, zog es ihn um die Jahrtausendwende ins Mittelrheintal. Leser. Zeichner. Zuhörer. Sprecher.

www.philipboesand.de

 

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